„Ich habe nichts gegen Ausländer, solange diese gut integriert sind.“
Kennen Sie diesen Satz? Benutzen Sie ihn? Nun die meisten tun das, doch haben Sie sich auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Sie genau damit meinen?
Ab welchem Zeitpunkt ist ein Ausländer gut integriert? Wenn er unsere Sprache spricht? Wenn er unseren Nationalfeiertag feiert und dabei die Nationalhymne singt? Wenn er an unserer Vergangenheit und unserer jetzigen Kultur interessiert ist?
Der Ausdruck „gut integriert“ ist viel zu fadenscheinig, denn ausser der Tatsache, dass ich perfektes Schweizerdeutsch (wobei auch das relativ ist, denn im Wallis wird man das als perversen Dialekt bezeichnen) spreche, trifft auf mich nichts zu.
Vom Nationalfeiertag halte ich nichts und von unserer Hymne kenne ich nur einige wenige Zeilen. Unsere Vergangenheit ist erst ab dem 2. Weltkrieg wirklich interessant – ein Problem ist jedoch, dass man in der Schule sowieso nichts darüber lernt.
Und unsere Kultur. Was ist unsere Kultur? Auch die variiert von Kanton zu Kanton, ja teilweise sogar von Bezirk zu Bezirk. Also kann man auch hier sagen, dass es ein wenig fadenscheinig ist. Zudem ist „Schweizer-Sein“ sowieso todlangweilig. Ein prüdes Volk, dass sich für jedes Fest zu schade ist.. gar nicht mein Ding.
Nun wie Sie sehen, ich bin schlecht integriert, obwohl ich Schweizer bin. Interessante Tatsache oder? ;)